Social and Economic impactS - A practical assessMent in the ssbd framework (SESAM)
Bibliographische Daten
Christian Hartmann, Theresa Hirsch, Bettina Mihalyi-Schneider, Stefanie Prenner, Susanne Resch, Matiss Reinfelds, Andreas StinglHerausgeber: BMIMI & BMLUK (2025)
Deutsch, 105 Seiten
Inhaltsbeschreibung
Im Rahmen des Null-Schadstoff-Ziels (zero pollution ambition) der EU veröffentlichte die Europäische Kommission am 14. Oktober 2020 die "Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit – Für eine schadstofffreie Umwelt" (Chemicals Strategy for Sustainability Towards a Toxic-Free Environment). Eines der darin definierten Ziele war es, eine globale Führungsrolle beim Übergang zu einem Konzept inhärent sicherer und nachhaltiger Chemikalien ("Safe-by-Design"- und "Sustainable-by-Design"-Konzept) zu übernehmen.
Zur Operationalisierung dieses Ziels beauftragte die Kommission das Joint Research Centre (JRC) mit der Überprüfung des bestehenden Stands der Technik im Bereich "Safe-by-Design" und der Entwicklung eines entsprechenden Bewertungsrahmens. Empfehlung (EU) 2022/2510 der Kommission vom 8. Dezember 2022 zur Schaffung eines europäischen Bewertungsrahmens für "inhärent sichere und nachhaltige" Chemikalien und Materialien stellte diesen Rahmen vor und übergab die weitere Erprobung an die Stakeholder.
Es ist anzumerken, dass in dieser Empfehlung die Bewertung der sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit ausgeklammert wurde. Dazu heißt es: „Auch wenn in der Publikation zur Überprüfung der mit Sicherheit und Nachhaltigkeit zusammenhängenden Dimensionen, Aspekte, Methoden, Indikatoren und Instrumente (16), die dem Anhang dieser Empfehlung zugrunde liegt, eine Reihe zusätzlicher sozioökonomischer Nachhaltigkeitsaspekte behandelt wird, stehen vor allem die Sicherheit chemischer Stoffe und die ökologische Nachhaltigkeit im Fokus.
Über die bereits berücksichtigten Aspekte hinausgehende Bewertungen sozioökonomischer Aspekte könnten erforderlich sein, um zusätzliche Informationen bereitzustellen und eine fundiertere Entscheidungsfindung — insbesondere in Bezug auf die Förderung der Substitution — zu ermöglichen. Diese Erwägungen können bei der Anwendung des Gemeinschaftsrahmens berücksichtigt werden, sofern dies relevant ist".
Auch das JRC weist darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der ersten Version des SSbD-Frameworks (vide infra) nur ein begrenzter Umsetzungsgrad für die Bewertung sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit erreicht wurde und weitere Arbeiten erforderlich sind, um deren Integration in den SSbD-Rahmen zu ermöglichen. Die vorliegende Arbeit adressiert genau diesen Aspekt.
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